Ortsgeschichte

Der Ort wurde erstmals 1462 urkundlich als „Valkenhain“ erwähnt. Der Ortsnahme leitet sich wahrscheinlich von dem Raubvogel ab.

Das Dorf ist ein typisches Waldhufendorf. Es ist als Bergbauerndorf in der sogenannten 1. Siedlungsperiode in einer Höhenlage von 583 bis 660 m ü. NN in einem Seitentälchen des Fallbaches entstanden. Hinter den Gehöften zogen sich die nach der Rodung für den Ackerbau genutzten Flächen, die „Hufen“, der einzelnen Bauern hinaus.

Die überaus steinige Bodenstrucktur bedingte die für die Region so typische Anhäufung der Lesesteinwälle an den Hufenrändern, gleichwohl die Bauern unter Mühen ihr Land nutzbar machten.

Der gewinnbringende Bergbau der Region, vor allem der Abbau von Silber, Zinn und Eisen hat auf die Siedlung Falkenhain selbst kaum Auswirkungen gehabt, ließ jedoch in der sogenannten 2. Siedlungsperiode die nahe gelegenen Städte Glashütte und Bärenstein entstehen. Hegels Höhe östlich von Waldidylle gehörte früher zu den wichtigsten Bergbaustätten. Aus dem 16., 17., und 18. Jh. weisen Bergbücher ober– und unterirdische Bergbauanlagen nach, die sich noch heute in verwachsenen Halden dokumentieren. Hier baute man Kupfer– und Zinnerze ab.

Im Oberdorf, gegenüber dem Gasthof, findet man die heutige Bauruine des ehemaligen „Erbgericht“. Die Hofumrandung mit der Torbogeneinfahrt ist noch vollständig erhalten. Das Erbgericht war nach einer Festsetzung von 1618 „mit Freiheiten als dem Schank (nach früheren Bestimmungen aber nur von Bärensteiner Bier), dem freien Salzverkauf, Backen und Schlachten und anderer Hantierung“ ausgestattet.

Die ehemalige Schäferei wurde im 18. Jh. im Zuge der staatlichen Schafzucht ausgestattet. Seit 1753 gehörte es besitzrechtlich  der Altenberger Zwitterstocksgewerkschaft, welche auch das Rittergut und die Eisenhütte von Schmiedeberg besaß. Die Schafzucht lag jedoch noch in den Händen des Bärensteiner Großgrundbesitzers. Oft kam es bei den herbstlichen Weidegängen zu Streitigkeiten mit den Bauern.

Das Alte Schulhaus an der Niederen Dorfstraße hatte bis1907 für die Dörfer Dönschten und Falkenhain seine Funktion. Im Obergeschoß war die Wohnung des Lehrers, unten links das große Schulzimmer, in dem abwechselnd vormittags und nachmittags je vier Jahrgänge in einer Klasse unterrichtet wurden. Das Türmchen mit der Stundenglocke wurde auf das neue Schulgebäude übertragen.

Hausinschriften haben früher von Feuersnot (ehem. Haus Nr.8, 1737) und Kriegsnot (ehem. Erbgericht, 1749) berichtet, wurden jedoch leider nicht wieder erneuert.

 

Die alte Dresdener Straße sowie die Falkenhainer Berghänge spielten im August 1813 bei Kämpfen der neapolitanischen Truppen gegen die Verbündeten eine wesentliche Rolle.

 

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts brachte der damalige Besitzer von Bärenstein durch Geldanleihe und Zwangsverkauf Fluren südlich von Schenkens Höhe an sich, um diese aufzuforsten und zu seinem Waldbesitz zu schlagen.

 

Im Unterdorf entstanden in den 60er Jahren auf kleinen Parzellen am Waldrand Wochenendhäuser.

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